07. Dezember 2020
Wirtschaftsrat unterstützt geplanten Anlauf der EU für einen transatlantischen Neustart
Wolfgang Steiger: Die proaktive Initiative der EU-Kommission ist ein lebenswichtiges Zeichen für die Industrie in Europa und den USA

Der Wirtschaftsrat der CDU e. V. unterstützt ausdrücklich den geplanten Anlauf der EU für einen transatlantischen Neustart. „Neben dem gemeinsamen Kampf gegen die Corona-Pandemie und den Klimawandel muss es vor allem darum gehen, alte Handelskonflikte beizulegen und eine gemeinsame Strategie für den Umgang mit China zu entwickeln. Da sind die Vorschläge der EU-Kommission einem transatlantischen Handels- und Technologierat ins Leben zu rufen, der in den Wirtschaftsbeziehungen zwischen EU und USA eine zentrale Rolle spielen soll, ermutigende Schritte in die richtige Richtung“, betonte Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates der CDU e.V.

Der Wirtschaftsrat hält es für entscheidend, dass der langjährige Handelsstreit einer Verhandlungslösung zugeführt wird. Denn auch wenn die Strafzölle grundsätzlich WTO-konform sind, belasten sie das transatlantische Verhältnis und führen zu unnötigen Kosten auf beiden Seiten. „Voraussetzung für eine neue Partnerschaft mit den USA ist allerdings, dass die EU geeint auftritt und ihre strategische Autonomie weiter stärkt, um eigene Interessen besser zu vertreten, aber auch zu Kompromissen bereit ist. Hier dürfen nicht wieder dieselben Fehler gemacht werden, wie bei TTIP“, warnt Wolfgang Steiger. Gemeinsam erwirtschaften die EU und USA etwa ein Drittel des weltweiten Bruttoinlandsproduktes und Handels sowie 60 Prozent der ausländischen Direktinvestitionen. „Nach dem erfolgreichen Abschluss der asiatischen Freihandelszone RCEP, die von Japan über China bis nach Neuseeland reicht, lastet hier großer Druck auf der EU und den USA. Es gilt daher umso mehr, die historische Chance einer transatlantischen Zusammenarbeit zu nutzen, um gemeinsam Standards für den Welthandel zu entwickeln und zu setzen“, betont Wolfgang Steiger.

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