08. Dezember 2020
Wirtschaftsrat fordert digitale Bildung für alle
Wolfgang Steiger: Kultusministerkonferenz muss sich auf ein Gesamtkonzept für Deutschland verständigen

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. fordert am Tag der Bildung, dass Deutschland die digitale Transformation seines Schulsystems zügig vorantreibt. „Bildungsgerechtigkeit manifestiert sich auch am Zugang zu digitaler Bildung. Trotz der gebotenen Eile, darf die Digitalisierung in Schulen nicht allein vom Engagement der Lehrkräfte abhängen. Stattdessen braucht es durchdachte Fahrpläne, die den Wandel bundesweit ermöglichen“, mahnt Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates.

„Die Corona-Pandemie hat die eklatanten Rückstände unseres Bildungssystems schonungslos offengelegt. Die technische Ausstattung allein macht zwar noch keinen erfolgreichen digitalen Unterricht. Sie ist aber die Voraussetzung dafür. Umso wichtiger ist es, dass die Mittel ohne bürokratische Hürden aus dem ‚Digitalpakt Schule‘ nun schnell abgerufen werden können“, betont Wolfgang Steiger. „Entscheidend ist, dass die Schulen und die Lehrkräfte mit dieser Aufgabe nicht allein gelassen werden. Es braucht dringend zertifizierte Beratungsangebote. Diese könnten auch mit Mitteln aus dem Digitalpakt finanziert werden.“
 
„Zur Wahrheit gehört auch, dass unsere Lehrkräfte nur unzureichend auf die neuen Herausforderungen und Aufgaben vorbereitet sind. Das haben die landesweiten Schulschließungen und der damit verbundene Wechsel auf Home-Schooling im Frühjahr gezeigt. Dieses Nadelöhr gilt es schnellstmöglich zu beseitigen. Die Kultusministerkonferenz muss sich auf ein Gesamtkonzept für Deutschland verständigen“, fordert Wolfgang Steiger. Im Fokus sollte dabei nicht nur der Umgang mit technischen Geräten stehen, sondern auch wie diese im Unterricht erfolgreich eingesetzt werden können.

Kontakt
Wirtschaftsrat der CDU e.V.
Pressestelle
Luisenstraße 44, 10117 Berlin

Telefon: 030 / 240 87-301
Telefax: 030 / 240 87-305

pressestelle@wirtschaftsrat.de