21. Juni 2021
Wirtschaftsrat erteilt gesetzlicher Homeoffice-Pflicht eine klare Absage
Wolfgang Steiger gegenüber den FUNKE-Medien: Gesetzlicher Anspruch auf mobiles Arbeiten ist überflüssig und schädlich

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. hat den Plänen von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD), die pandemiebedingte Homeoffice-Pflicht durch ein Gesetz zu verstetigen, eine klare Absage erteilt. „Ein gesetzlicher Anspruch auf mobiles Arbeiten ist überflüssig und schädlich", sagte Wolfgang Steiger´, Generalsekretär des Wirtschaftsrates, den Zeitungen der FUNKE-Mediengruppe (u.a. Berliner Morgenpost und Hamburger Abendblatt). „Die Politik kann den Unternehmen am Ende einer so tiefgreifenden Krise nicht noch mehr aufladen. Arbeitgeber haben außerdem von sich aus ein Interesse, attraktive Arbeitsbedingungen anzubieten, um attraktiv für Fachkräfte zu bleiben. Das schließt auch freiwillige Angebote zu mobilem Arbeiten mit ein.“

Damit mobiles Arbeiten gut und rechtssicher funktionieren kann, fordert der Wirtschaftsrat:

·    Abschaffung der Arbeitsstättenverordnung für Home Office-Arbeitsplätze: Arbeitgebern ist es kaum möglich zu kontrollieren und sicherzustellen, dass die rigiden deutschen Arbeitsplatzvorschriften auch fern der Betriebsstätte eingehalten werden – beispielsweise am Privatwohnsitz oder unterwegs in Hotels und Zügen.

·    Ermöglichung von Ausnahmen bei den gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeiten: Beispielsweise zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie der Zusammenarbeit von Mitarbeitern in unterschiedlichen Zeitzonen, z.B. bei Telefonkonferenzen mit den USA, ist eine entsprechende Öffnung sowohl im Interesse von Arbeitgebern als auch Arbeitnehmern.

·    Fokussierung auf eine wöchentliche Obergrenze von 48 Stunden Arbeitszeit bei maximal sechs Arbeitstagen statt einer Tages-Höchstarbeitszeit: Auch diese Flexibilisierung ist im Interesse der Wirtschaft wie der Beschäftigten.

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