14. Dezember 2020
Wirtschaftsrat: Corona-Maßnahmen führen am Ziel vorbei
Der Wirtschaftsrat der CDU in Bremen fordert einen gezielten Schutz der Risikogruppen
Der von der Bundesregierung und den Ministerpräsidenten am Sonntag beschlossene harte Lockdown stößt beim Wirtschaftsrat in Bremen auf Kritik und Unverständnis. Die Maßnahmen gehen massiv zu Lasten der Kinder, der sozial Schwachen, der Arbeitnehmer und der Wirtschaft, insbesondere des Einzelhandels und der Gastronomie.
(Foto: Wirtschaftsrat)

„Obwohl längst bekannt ist, dass weder Schulen und Kindergärten noch Einzelhandel oder die Gastronomie  verantwortlich sind für das Infektionsgeschehen, werden genau diese Bereiche auf Kosten der Allgemeinheit erneut am stärksten belastet“, sagt Jörg Müller-Arnecke, Landesvorsitzender des Wirtschaftsrates in Bremen. „Dies wird nur das Einzelhandels- und Gastronomiesterben weiter beschleunigen und letztendlich verantwortlich sein für zahlreiche Arbeitslose sowie die massive Verschuldung der öffentlichen Haushalte für die nächsten Jahrzehnte.“

Ziel muss es vielmehr sein, die Risikogruppen besser zu schützen. Mögliche Maßnahmen sind:

 

  • Schnelltests für Mitarbeiter und Besucher von Alten- und Pflegeheimen
  • Taxigutscheine für Risiko-Patienten
  • Entzerrung des ÖPNV durch Einsatz von deutlich mehr Bussen
  • Einkaufshilfen und Lieferservice für Risikopatienten
  • Ausgangsbeschränkungen für Risikogruppen
  • Kostenlose FFP2-Masken für Risikogruppen

 

Unverständnis zeigt Müller-Arnecke auch darüber, dass der Bremer Senat das Angebot der Initiative um den Bauunternehmer Kurt Zech nicht energischer aufgreift, das für Bremen 15.000 bis 24.000 Impfungen pro Tag vorsieht. Stattdessen hält er an seinem Impfkonzept mit lediglich 1.500 Impfungen pro Tag fest. „Mit diesem unternehmerischen Engagement könnten die Unzulänglichkeiten im Gesundheitsamt kompensiert werden, das mit der Nachverfolgung des Infektionsgeschehens vollkommen überfordert ist“, meint Müller-Arnecke.

 

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