27. April 2021
Wirtschaftsrat Bremen lehnt geplante Testpflicht in Unternehmen ab
Landesvorsitzender Müller-Arnecke: Bremer Senat sollte sich an bundeseinheitliche Beschlüsse halten
Eine Testpflicht würde den Dokumentationsaufwand für Unternehmer erheblich erhöhen. (Foto: Wirtschaftsrat)

Bremen, 27.04.2021: Der Wirtschaftsrat Bremen lehnt die verpflichtende Testung von Mitarbeitern auf das Corona-Virus ab und plädiert dafür, sich an die im Bundesinfektionsschutzgesetz vereinbarten Maßnahmen zu halten. „Es ist nicht hinzunehmen, dass der Bremer Senat die bundeseinheitlichen Beschlüsse noch zusätzlich verschärft und die Unternehmer dadurch zum wiederholten Mal bevormundet“, empört sich Jörg Müller-Arnecke, Landesvorsitzender des Wirtschaftsrates Bremen. Ausdrücklich begrüßt er, dass den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seitens der Unternehmen ein Testangebot gemacht wird. „Ich frage mich allerdings, wie ich in meinem Unternehmen jemanden zum Test verpflichten soll, der dazu aus welchen Gründen auch immer nicht bereit ist. Muss ich den dann aus dem Betrieb aussperren?“, fragt sich der Unternehmer.

 

Zusätzlich zu den Testkosten, die der Wirtschaftsrat bundesweit auf monatlich über sieben Milliarden Euro schätzt, käme durch eine Testpflicht zusätzlicher Büro- und Dokumentationsaufwand auf die Unternehmen zu. Müller-Arnecke ergänzt: „Vorhaben wie die geplante Testpflicht verdeutlichen leider einmal mehr die unternehmensfeindliche Grundhaltung des rot-grün-roten Senats und ein tiefsitzendes Misstrauen gegenüber selbstständigen Unternehmern.“

 

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