05. Juni 2013
Anlässlich der Entscheidung der Europäischen Kommission, Strafzölle gegen chinesische Solarmodul-Hersteller zu erheben, erklärt der Präsident des Wirtschaftsrates, Prof. Dr. Kurt J. Lauk:
EU-Kommission beginnt Handelskrieg mit China

Die Erhebung von Strafzöllen gegen chinesische Solarfirmen kann schnell zum Pyrrhussieg für die Europäische Kommission werden. Die Kommission gefährdet mit diesem Warnschuss eine Verhandlungslösung für Importe von Solarmodulen aus China.

 

Das Preis-Dumping chinesischer Solarmodul-Hersteller muss beendet werden. Jedoch am Verhandlungstisch, nicht durch Strafzölle. Nur die eigene Wettbewerbsfähigkeit kann die Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg sein, niemals protektionistische Maßnahmen.

 

In einem Handelskrieg gibt es keine Gewinner, nur Verlierer. Jeder Strafzoll der EU führt zu einer unliebsamen Gegenreaktion auf chinesischer Seite. Wir zahlen jetzt den Preis für staatlich subventionierte Fehlinvestitionen der Solar-Industrie über die Markt-Entwicklung, über die eigene Leistungsfähigkeit und die Rolle der Chinesen am Weltmarkt.

 

Der Handel zwischen Deutschland und China läuft auf Hochtouren. In 2012 lag der Wert deutscher Exporte nach China bei über 66 Milliarden Euro. China ist Europas wichtigster Handelspartner. Gerade in der EU-Schuldenkrise darf dieser Wachstumsmotor nicht leichtfertig abgewürgt werden.

 

Die Voraussetzung für die guten wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der EU und China sind offene Märkte und faire Wettbewerbsbedingungen ohne Subventionen oder Protektionismus auf beiden Seiten. Der Wirtschaftsrat fordert daher, weiterhin auf einen konstruktiven Dialog zu setzen.

Kontakt
Wirtschaftsrat der CDU e.V.
Pressestelle
Luisenstraße 44, 10117 Berlin

Telefon: 030 / 240 87-301
Telefax: 030 / 240 87-305

pressestelle@wirtschaftsrat.de