21. September 2021
Die Corona Pandemie und ihre Folgen - wie kann die Zukunft der niedersächsischen Gesundheitspolitik aussehen?
Susanne Schütz MdL, Sprecherin für Soziales, Gesundheit, Gleichstellung und Bau der FDP-Landtagsfraktion und Dr. Hans-Heinrich Aldag, Geschäftsführender Gesellschafter der Waldklinik Jesteburg Aldag GmbH & Co. KG zu Gast bei der Abendveranstaltung der Sektion Lüneburg-Nordheide.
Die Corona Pandemie hatte einen Einfluss auf verschiedene Bereiche unseres Lebens. Insbesondere in der Gesundheitsbranche wurden Themen wie der Personalmangel, die Digitalisierung und andere Aspekte zunehmend in den Blick genommen. Dabei kristallisierten sich verschiedene Problematiken heraus. Um einige Themen zu diskutieren, hat der Wirtschaftsrat Niedersachsen mit Dr. Hans-Heinrich Aldag, Geschäftsführender Gesellschafter der Waldklinik Jesteburg Aldag GmbH & Co. KG und Susanne Schütz MdL, Sprecherin für Soziales, Gesundheit, Gleichstellung und Bau der FDP-Landtagsfraktion gesprochen. Die Veranstaltung drehte sich rund um das Thema „Die Zukunft der Niedersächsischen Gesundheitspolitik“.
v.l.n.r.: Dr. Hans-Heinrich Aldag, Geschäftsführender Gesellschafter der Waldklinik Jesteburg Aldag GmbH & Co. KG; Susanne Schütz MdL, Sprecherin für Soziales, Gesundheit, Gleichstellung und Bau der FDP-Landtagsfraktion; Heyko Brandenburg, Sprecher der Sektion Lüneburg-Nordheide; Nils Aldag, Mitglied der Klinikleitung und Leiter Unternehmensentwicklung der Waldklinik Jesteburg Aldag GmbH & Co. KG. (Bild: Wirtschaftsrat)

Heyko Brandenburg, Sprecher der Sektion Lüneburg-Nordheide begrüßte Dr. Hans-Heinrich Aldag und Susanne Schütz MdL herzlich zu der Veranstaltung.

 

Zu Beginn präsentierte Dr. Hans-Heinrich Aldag die private, familiengeführte Waldklinik Jesteburg. Die Klinik habe eine 94-jährige Geschichte. Er betonte, dass die Waldklinik sowohl ein Krankenhaus als auch eine neuromedizinische, orthopädische und ambulante Rehaklinik sei. Darüber hinaus berichtete Dr. Aldag von einigen Herausforderungen, welche die Klinik gemeistert habe.  Dazu gehöre die Vergrößerung der Klinik im Rahmen eines Neubauprojektes seit 2015. Zudem sprach der Geschäftsführende Gesellschafter von der Mitarbeiterstruktur. Es sei nicht einfach, gutes Pflegepersonal zu finden. Zu den bereits bestehenden Herausforderungen kam die Corona-Pandemie hinzu. Zudem merkte Dr. Aldag an, dass die Klinik bis heute nicht die volle Auslastung aufgrund der Pandemie erreicht habe.

 

Im Anschluss an den Redebeitrag von Dr. Hans-Heinrich Aldag sprach Susanne Schütz MdL zu den Mitgliedern des Wirtschaftsrates Niedersachsen. Nach einer kurzen Vorstellung sprach die FDP-Politikerin über verschiedene Aspekte der niedersächsischen Gesundheitspolitik.

Im Zuge der Corona Pandemie seien einige Probleme in verschiedenen Bereichen sichtbar geworden. Dabei ging Schütz auf das Beschaffungsproblem von Schutzmaterial ein. Um diesem Problem zuvorzukommen, müsse in der Zukunft ein größerer Fokus auf den europäischen Markt gelegt werden.

 

Außerdem sprach die Politikerin das Problem des Personalmangels in der Gesundheitsbranche an, weshalb an der Attraktivität des Berufes gearbeitet werden müsse.

 

Darüber hinaus sollte an einer Entlastung der Bürokratie durch Digitalisierung gearbeitet werden. Außerdem wurde auf das Problem der Kontaktdatenerhebung in der Corona Pandemie hingewiesen. Bei der Erhebung von Daten durch die Gesundheitsämter wurden keine Berufsgruppen oder andere relevante Daten erfasst. Somit habe es keinen genaueren Überblick über die Infizierten gegeben. Ein solcher Überblick hätte jedoch helfen können, das Infektionsgeschehen genauer einzuordnen. Zudem könnte Kommunikation unter den verschiedenen Gesundheitsämtern in der Zukunft Abhilfe leisten.

 

Außerdem sprach Schütz das Problem von fehlenden Einnahmen in Krankenhäusern durch die Reduktion von Operationen während der Corona Pandemie an. Durch Leerstandspauschalen wurde teilweise Abhilfe geleistet, diese hätten jedoch nicht für jedes Krankenhaus ausgereicht.

 

Ebenfalls wurde die Wissenschaft thematisiert. Insbesondere im Bereich der Vernetzung und Wissenschaftskommunikation müssten Verbesserungen vorgenommen werden.

 

Darüber hinaus habe der ambulante Gesundheitssektor ein Digitalisierungsproblem. Eine Verbesserung der Vernetzung der verschiedenen Sektoren müsste ebenfalls stattfinden, um das gemeinsame Arbeiten von niedergelassenen Ärzten und Krankenhäusern zu erleichtern.

 

Zum Abschluss definierte Susanne Schütz MdL die Krankenhauslandschaft der Zukunft. Im Zuge einer Umstrukturierung gehe es darum, zu entscheiden, welches Krankenhaus welche Anforderungen erfülle. Dabei müsse zwischen der Maximalversorgung, der Schwerpunktversorgung und der Intensivversorgung unterschieden werden.

 

Im Anschluss an die Redebeiträge erhielten die Mitlieder die Chance, Fragen an die FDP-Politikerin zu richten.

 

Lena Cordes

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