15. September 2021
Eine autofreie Innenstadt - Onay will Klimaschutz und Mobilität zusammenführen. Ist das möglich?
Belit Onay, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover zu Gast beim Unternehmerfrühstück der Sektion Hannover.
Das Unternehmerfrühstück der Sektion Hannover bot den Mitgliedern des Wirtschaftsrates der CDU e.V. eine wichtige Plattform, um sich mit Belit Onay, dem Oberbürgermeister der Stadt Hannover, in einen intensiven Austausch zu begeben. Onay konnte den Mitgliedern des Wirtschaftsrates Niedersachsen nach den ersten zwei Jahren im Amt des Oberbürgermeisters eine erste Bilanz aus dem Rathaus von Hannover geben. Ebenfalls erhielten die Mitglieder im Rahmen der Veranstaltung eine Chance, Fragen an den Oberbürgermeister zu richten und sich in eine Diskussion zu begeben.
Belit Onay, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover. (Bild: Wirtschaftsrat)

Nach der Begrüßung durch Dirk Abeling, Landesgeschäftsführer des Wirtschaftsrates Niedersachsen, übergab er das Wort an den Sprecher der Sektion Hannover, Marius-Quintus Jäger. Jäger begrüßte Belit Onay, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover herzlich zum Unternehmerfrühstück der Sektion Hannover.

 

Die Veranstaltung drehte sich rund um das Thema „Zwei Jahre Oberbürgermeister - Bilanz aus dem Hannoveraner Rathaus“. Belit Onay gab den Mitgliedern des Wirtschaftsrates Niedersachsen einen Überblick über bestimmte Themen, die er in seiner Amtszeit bereits bearbeiten konnte und welche Aspekte in der Zukunft eine Rolle spielen würden. Dabei betonte er insbesondere die schwierige Start-Phase seiner Amtszeit aufgrund der Corona Pandemie. Beispielsweise seien in Hannover einige Probleme im Hinblick auf die Corona-Hilfen aufgetreten. Dennoch sei sich Onay sicher, dass die Stadt die Krise finanziell relativ gut überstanden habe.

 

Der Oberbürgermeister sprach zudem über Themen wie die Mobilitätswende, die Innenstadtentwicklung, aber auch über den Wohnungsbau. Darüber hinaus thematisierte Onay den Klimaschutz als eines seiner besonderen Anliegen. Im Zuge dessen müsse Hannover seiner kommunalen Verantwortung gerecht werden. Dazu gehöre der Kohleausstieg bereits im Jahr 2030, zudem müsse in den Klimaschutz investiert werden, um Klimaneutralität zu erreichen. Im Hinblick darauf sprach Belit Onay die Innovationskraft der Stadt Hannover an. In dieser Hinsicht würden Start-Ups eine große Chance darstellen.

 

Der Oberbürgermeister definierte die Stadt zudem als einen wirtschaftsstarken und attraktiven Standort und bezog sich dabei insbesondere auf die Automobilwirtschaft, die Messe, den Tourismus, sowie die zahlreichen Studierenden. Ebenfalls sei die Innenstadt als umsatzstark einzustufen. Im Zuge der Corona Pandemie habe es jedoch einen Rückgang des Handels auf der einen Seite und einen Aufschwung des Onlinehandels auf der anderen Seite gegeben. Insofern müsse versucht werden, die Innenstadt erneut ansprechender zu gestalten.

 

Darüber hinaus sprach Onay von seiner Idee der autofreien Innenstadt, um die Themen Klima und Mobilität miteinander zu vereinbaren. Belit Onay sei sich sicher, dass Autoreduktion und Mobilität miteinander einhergehen könnten. Dabei sei dem Oberbürgermeister bewusst, dass diese Thematik oftmals sehr emotional sei. Menschen müssten weiterhin dazu in der Lage sein, Orte wie beispielsweise Bildungs- und Arbeitsstätten zu erreichen. Insofern müsse ebenfalls an einer besseren Anbindung des ÖPNV gearbeitet werden, damit Mobilität fortlaufend gewährleistet werden könne. Anstelle des Autos sei vielmehr auf alternative Verkehrsmittel, wie das Fahrrad oder die Bahn umzusteigen. Im Zuge dessen müssten diese Alternativen für die Bürger attraktiver werden, sodass eine Mobilitätssteigerung mit der Veränderung durch die Autoreduktion einhergehen könne.

 

Des Weiteren thematisierte der Oberbürgermeister den Aspekt der Digitalisierung. Dabei verwies er mitunter auf Probleme in der Verwaltung und den Schulen. Insbesondere wurden dabei die langen Wartezeiten in Ämtern angesprochen. Onay sei sich sicher, dass man jetzt mit der Digitalisierung durchstarten müsse.

 

Zum Ende der Veranstaltung bot sich noch Raum für Fragen. Die Mitglieder des Wirtschaftsrates Niedersachsen nutzten die Chance, um Fragen hinsichtlich Klimaschutz, Mobilität, Planungssicherheit, Bürgerteilhabe, Verbesserung des Verwaltungshandelns, aber auch Obdachlosigkeit und anderen Themen zu stellen. Dirk Abeling und Marius-Quintus Jäger bedankten sich bei Belit Onay für seinen Redebeitrag und die anregende Diskussion.

 

Lena Cordes

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