03. Juni 2021
WIR sind Mitglieder der Sektion Elbe-Weser
Online-Veranstaltung mit Volker Richter, Geschäftsführer der Aluminium Oxid Stade GmbH; Hans Pape, Geschäftsführer der HBH HanseGrand Baustoffholding GmbH sowie Julia Remih, Geschäftsführende Gesellschafterin der Novento GmbH.
(Quelle: Adobe Stock)

Nach einer kurzen Begrüßung von Dirk Abeling, Landesgeschäftsführer des Wirtschaftsrates Niedersachsen sowie von Carsten Seebrandt, Mitglied des Sektionsvorstandes Elbe-Weser, begann Volker Richter von seinem Unternehmen zu berichten.
Die Aluminium Oxid Stade GmbH ist ein Unternehmen, das Bauxit in Aluminiumoxid verarbeitet. Durch den am Hafen gelegenen Standort bietet die Elbe die Möglichkeit, den Rohstoff leicht zu transportieren.    
Aluminiumoxid sei vielseitig einsetzbar. Durch seine Eigenschaften sei es nicht nur flammenhemmend, sondern auch ideal als Schleifmittel einsetzbar. Gewonnen wird aus dem Rohstoff Bauxit, das aus Westafrika importiert wird. Der rote Rohstoff wird in dem ersten Verfahren mit Natronlauge unter viel Druck verarbeitet. Daraus würden Aluminiumhydroxid und Rotschlamm resultieren. Interessant sei jedoch nur das Aluminiumhydroxid, das bei 1000 Grad Celsius geröstet wird. Daraus würde dann das Aluminiumoxid entstehen.          
Das Unternehmen wurde 1973 gegründet und ist mit seinen 550 Arbeitsplätzen und 50-60 Auszubildenden der drittgrößte Arbeitgeber in Stade. Jährlich würde das Unternehmen 1,05 Millionen Tonnen Aluminiumoxid aus 2,4 Millionen Tonnen Bauxit herstellen, was einen hohen Energieverbrauch bedeutet. Deshalb ist das Unternehmen auf viele teure CO2-Zertifikate angewiesen, die die Effizienz beeinträchtigen.            


Daraufhin stellte Hans Pape das Unternehmen HBH HanseGrand Baustoffholding GmbH vor, das seit 2004 in Betrieb ist. Mit seinen 60 Mitarbeitern ist das Ziel des Unternehmens, die Nummer 1 für Klimabaustoffe zu werden. Die HBH HanseGrand Baustoffholding GmbH hat sich eine europaweite Präsenz aufgebaut, die sich mit Wegebau beschäftigt und schon Projekte wie Rock am Ring übernommen hat. Auch die transnationalen Beziehungen zu Staaten wie Russland und Kasachstan werden durch Projekte, wie der Botanische Garten in Almaty, Kasachstan, aufrechterhalten. Aber auch für die Sanierung des Elberadweges war das Unternehmen zuständig.

Die Baustoffe des Unternehmens müssen trotz aller Witterungen ein stabiles Fundament bieten können. Ein Ziel sei es, Städte und deren Wege den Naturbedingungen, ob Hitze oder starker Regen, anzupassen. So würden die Baustoffe für einen Temperaturausgleich sowie einen Luft-und Wasseraustausch sorgen und darüber hinaus einen Wasserspeicher unter der Erdoberfläche bieten.         

 

Anschließend berichtete Julia Remih von ihren beruflichen Erfahrungen aus verschiedenen Bereichen. Viel Know-How konnte sie im Familienbetrieb ihrer Eltern lernen, der sich mit Inneneinrichtung, basierend auf nachhaltigen Stoffen, beschäftigte. Zu einem bekannten Klienten gehörte unter anderem Karl Lagerfeld und seine Kaufhäuser.
Julia Remih selbst ist im Coaching und Führungskräftetraining tätig. Für sie sei es besonders wichtig, Frauen in Männerdomänen zu unterstützen. Außerdem arbeitet sie als Dozentin für Bildung und Interkulturalität.      

Darüber hinaus ist sie in der WTZ GmbH tätig, die sich mit Nachhaltigkeit und Natur auseinandersetzt. Das Motto des Unternehmens lautet „aus der Natur für die Natur“ und verfolgt das Ziel, für das Wohl von Natur und Tier zu sorgen. Die Produkte würden als Lösung für den Schutz der Natur dienen.                     

Julia Remih setze sich politisch klar für Nachhaltigkeit und gerechte Regeln ein. Sie möchte den Dialog und Diskurs sowie interkulturelles Miteinander fördern.  

 

Wir danken den Referenten Volker Richter, Hans Pape und Julia Remih für den spannenden Einblick in ihre Unternehmen sowie Carsten Seebrandt für die gelungene Moderation.



Text von Elisabeth Jegorow