05. Oktober 2021
Die Zukunft von Hannover - wie kann unsere Innenstadt an Attraktivität gewinnen?
Detlef Schröder, Präsident, Deutscher Hotel- und Gaststättenverband Niedersachsen e.V. sowie Gabriele Zingsheim, Leitung Wirtschaftsförderung, Landeshauptstadt Hannover und Ariane Jablonka, Geschäftsführerin, Klavierhaus Döll GmbH & Co. KG zu Gast bei der Podiumsdiskussion der Sektion Hannover
Die Zukunft unserer Landeshauptstadt Hannover scheint ungewiss. Viele Leerstände und andere Probleme der Stadt sind im Zuge der Corona-Pandemie präsenter geworden. Wie kann man die Menschen wieder vermehrt in die Innenstadt von Hannover locken? Wie kann die Stadt an Attraktivität gewinnen? Diese und weitere Fragen diskutierte der Wirtschaftsrat Niedersachsen mit Detlef Schröder, Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes Niedersachsen e.V. sowie Gabriele Zingsheim, Leitung Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Hannover und Ariane Jablonka, Geschäftsführerin, Klavierhaus Döll GmbH & Co. KG.
v.l.n.r.: Detlef Schröder, Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes Niedersachsen e.V.; Gabriele Zingsheim, Leitung Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Hannover; Hartwig von Sass, Projektleiter, Deutsche Messe AG; Ariane Jablonka, Geschäftsführerin, Klavierhaus Döll GmbH & Co. KG. (Bild: Wirtschaftsrat)

Die Sektion Hannover hat eingeladen zu der Podiumsdiskussion rund um das Thema Einzelhandel/Hotel/Innenstadt – Wo stehen wir und was ergibt sich daraus in Zukunft? Die Begrüßung der Anwesenden erfolgte durch Eva Ibrügger, Mitglied des Vorstandes der Sektion Hannover. Sie freute sich, die Referenten sowie den Moderator Hartwig von Sass, Projektleiter, Deutsche Messe AG begrüßen zu dürfen.

 

Ariane Jablonka beobachte als Besitzerin eines über Generationen bestehenden Familienunternehmens seit geraumer Zeit die Leerstände sowie die sinkende Zahl der Menschen, die in die Innenstadt kommen. Laut Detlef Schröder würden Lücken insbesondere durch große Schließungen entstehen. Ein Beispiel hierfür sei Karstadt. Insgesamt seien viele Aspekte, wie die Bahnhofssituation (Obdachlosigkeit und Drogenkonsum), die Entwicklung des Verkehrs und die Leerstände von Geschäften als problematisch einzustufen. Im Rahmen des Innenstadtdialogs sei sich Gabriele Zingsheim sicher, dass man Probleme der Stadt in den Blick nehmen könne, um Lösungsansätze zu entwickeln. Wie könnte Hannover an Attraktivität gewinnen? Diese und weitere Fragen könnte der Innenstadtdialog beantworten. Laut einer Studie habe es einen Rückgang des Handels gegeben, die Zahl der Leerstände sei jedoch kaum angestiegen nach der Corona-Krise. Man müsse mit Einzelhändlern, Gastronomen sowie Hotelbesitzern ins Gespräch kommen und gemeinsam nach Lösungen suchen, so Zingsheim. Die Stadt Hannover könne dabei ausschließlich die Rahmenbedingungen setzen. Ein reger Ideenaustausch sei gewünscht. Zudem müsse eine Umsetzung der Ideen folgen. Oftmals würden jedoch Genehmigungsverfahren diesen Prozess verkomplizieren.

 

Darüber hinaus wurde über die Flächen in Hannover gesprochen. Dabei verwies Frau Zingsheim darauf, dass verschiedene Perspektiven bei der Planung berücksichtigt werden müssten. Es würden Grünflächen, Parkplätze, aber auch Raum für den Verkehr und die Radfahrer gebraucht werden.

 

Das Problem des fehlenden Parkraums in der Stadt sehe auch Detlef Schröder. Hierfür müsse man Lösungen schaffen. Als positiv werte er jedoch, dass bereits verschiedene Parteien im Zuge des Innenstadtdialogs an einem Tisch sitzen. Man könne jetzt handeln und Bilder und Visionen umsetzen.

 

Zudem wies Ariane Jablonka darauf hin, dass man in Hannover ebenfalls eine gute Atmosphäre für Menschen, die von außerhalb kommen, schaffen müsse. Experimentierräume könnten dazu dienen, zu schauen, was sich die Gesellschaft wünsche.

 

Abschließend verdeutlichte Gabriele Zingsheim, dass die Aufenthaltsqualität ein großes Thema sei. Es müsse sich jetzt etwas verändern und dabei seien unter anderem Kreativität sowie ein Austausch mit den Unternehmern entscheidend.

 

Zum Ende der Podiumsdiskussion blieb noch Raum für Anmerkungen und Fragen. Eva Ibrügger und Hartwig von Sass bedankten sich bei Detlef Schröder, Gabriele Zingsheim und Ariane Jablonka für die spannende Diskussion.

 

Lena Cordes

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