02. September 2021
"Freiheit, ohne den Planeten kaputt zu machen"
Online-Veranstaltung des Jungen Wirtschaftsrates Niedersachsen mit Prof. Dr. h.c. mult. Roland Koch, ehemaliger Ministerpräsident von Hessen und Vorsitzender der Ludwig-Erhard-Stiftung
Prof. Dr. h.c. mult. Roland Koch, Ministerpräsident a.D. und Vorsitzender der Ludwig-Erhard-Stiftung sowie Teilnehmer der Online-Veranstaltung. (Bild: Wirtschaftsrat)

Der Junge Wirtschaftsrat Niedersachsen traf sich zu einer Online-Veranstaltung zum Thema „Soziale Marktwirtschaft im 21. Jahrhundert“. Dabei wurde insbesondere die zunehmend einflussreichere Rolle des Staates in Bezug auf die Wirtschaft thematisiert. Die Begrüßung erfolgte durch Jesse Jeng, Vorsitzender des Jungen Wirtschaftsrates Niedersachsen, welcher sich freudig zeigte, den Referenten Prof. Dr. h.c. mult. Roland Koch in der Online-Veranstaltung des Jungen Wirtschaftsrates in Empfang nehmen zu können.

 

Koch ist ehemaliger Ministerpräsident des Bundeslandes Hessen und Vorsitzender der Ludwig-Erhard-Stiftung. Vor allem verdeutlichte er, dass die liberale Wirtschaftsordnung unser System ausmache. Insbesondere in der letzten Zeit wurde jedoch beobachtet, dass der Staat in der sozialen Marktwirtschaft erneut eine größere Rolle einnimmt. Privatisierung und Deregulierung seien kaum noch Thema.

 

Die Veranstaltung bot zudem den Raum, mit Roland Koch in die Diskussion zu gehen und wichtige Themen und Fragen anzusprechen. Dabei spielten insbesondere Themen wie Verantwortung, Rahmenbedingungen, Ordnung und bürgerliche Freiheiten eine entscheidende Rolle. Koch sprach außerdem von „Freiheit, ohne den Planeten kaputt zu machen“. In dieser Hinsicht thematisierte er die Solidarität und Sozialpolitik in Deutschland. Diese Prinzipien seien wichtig und dennoch sorgen sie teilweise dafür, dass immer mehr Menschen in einem Abhängigkeitsverhältnis zum Staat stehen. Der Staat trage zunehmend höhere Kosten. Im Zuge der bürgerlichen Freiheit, die wir im System der sozialen Marktwirtschaft genießen, müsse es zudem Rahmensetzungen geben, um dem Klima nicht fortlaufend zu schaden. Diese Rahmenbedingungen in der Klimapolitik seien anstelle von Verboten entscheidend.

 

Nach einer anregenden Diskussion und dem Dank an Prof. Dr. h.c. mult. Roland Koch wurde die Veranstaltung des Jungen Wirtschaftsrates beendet.

 

Lena Cordes